Petition Herbstferienbeginn: Vorerst nur kleiner Teilerfolg
Vorgeschichte: Schnelles handeln – langes Warten
Im Juni 2010 hat die CVP Sempach eine Petition gestartet, mit welcher die Beibehaltung der bisherigen Ferienregelung im Herbst verlangt worden ist. Das Echo aus der Bevölkerung war gross: In kürzester Zeit konnten für dieses Anliegen über 400 Unterschriften gesammelt werden.
Die Schulpflege hat die Petition zusammen mit einem entsprechenden Gesuch noch vor den Sommerferien bei der Dienststelle Volksschulbildung eingereicht. Hier liess nun das Echo etwas länger warten. Gerade rechtzeitig zum Redaktionsschluss des vorliegenden Forums erhielt die Präsidentin der Schulpflege, Irene Felder, dazu das Antwortschreiben von Dienststellenleiter Charles Vincent.
Der langen Antwort kurzer Sinn
Er bezieht sich darauf auf die breite Vernehmlassung, welcher die neue Schulferienregelung zu Grunde liege mit mehrheitlich zustimmenden Aussagen zu einer besseren Koordination der Schulferientermine und einer bessere Rhythmisierung der Schul- und Ferienzeit. Zahlreich sei sogar der Wunsch zu einem kantonal einheitlichen Ferienplan geäussert worden. Die entsprechende Verordnungsänderung sei vom Regierungsrat gestützt auf diese Ergebnisse beschlossen worden. Weiterhin selbstständig festlegen könnten die Gemeinden jedoch die Dauer der Sommer- bzw. Herbstferien und die Regelung der Sport- bzw. Fasnachtsferien. Der einheitliche Beginn der Herbstferien mache bezüglich der besseren Rhythmisierung jedoch Sinn. Gemäss Charles Vincent erleichtere dies Familien mit Kindern in mehreren Schulen unmittelbar bei Ferienbeginn gemeinsam in die Ferien zu gehen. Weil es zu dieser Regelung nur weitgehend positive Rückmeldungen gegeben habe und um neue Koordinationsprobleme zu verhindern, wolle man nicht mehr davon abweichen. Im Sinne eines Entgegenkommens werde der gemeinde Sempach für die Umsetzung jedoch etwas mehr Zeit eingeräumt und es werde für zwei Schuljahre eine Ausnahme bewilligt.
Leicht enttäuscht aber nicht entmutigt
Wir haben etwas Zeit gewonnen, meint dazu Kantonsrätin Heidi Frey. Die CVP Sempach werde die Situation in ein bis eineinhalb Jahren erneut analisieren. Danach soll bei Bedarf mittels Vorstoss im Kantonsparlament nochmals für die definitive Beibehaltung des jetzigen Herbstferienbeginns gekämpft werden. Einen solchen Vorstoss bereits zum jetzigen Zeitpunkt einzureichen wäre eher kontraproduktiv – würde dieser abgelehnt, könnte im ungünstigsten Fall auch die zweijährige Ausnahmebewilligung verloren gehen. Die CVP Sempach dankt an dieser Stelle allen Mitunterzeichnern der Petition, nur dank ihnen konnte zumindest ein kleiner Teilerfolg erzielt werden. |